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Lucky-Punch-Haller! 2:1-Heimsieg

Geschrieben von Aui am .

Was für ein Endspurt in Unterzahl

Unsere Eintracht  hat vor 51.500 Zuschauer auf spektakuläre Weise seinen Heimkomplex abgelegt. In Unterzahl, durch einen Seitfallzieher von Sebastien Haller und das auch noch in der Nachspielzeit schlug die Eintracht den VfB Stuttgart am Samstag mit 2:1 (1:0).

Nach Hallers Traumtor (90.+3) kam sogar Frankfurts Torwart Lukas Hradecky zum Jubeln über den gesamten Platz gerannt, denn zuvor hatte die Eintracht ihre beiden Heimspiele gegen Wolfsburg und Augsburg verloren.

Dabei hatte die SGE nach leichtfertig verspielter 1:0-Führung und einem Platzverweis für Falette in der zweiten Halbzeit phasenweise mit dem Rücken zur Wand gestanden.

Als es so aussah, als würde der VfB gegen zehn Eintrachtler bei 80 Prozent Ballkontakten ein Scheibenschießen veranstalten und dem 1:1 weitere Tore folgen lassen können, bäumte sich die Eintracht noch einmal auf. Nachdem Gacinovic kläglich und Haller mit etwas Pech beste Chancen vergeben hatten, sorgte Haller in der Nachspielzeit für ein glückliches Ende.

Das war ein Sieg von der Sorte, die einer Mannschaft Rückenwind für die gesamte Saison geben kann. Mit zehn Punkten aus sieben Spielen ist die Eintracht nun wieder in der Spur, zumal sie bewiesen hat, dass sie auch wieder zu Hause gewinnen kann.

Die SGE hatte die Partie bereits besser begonnen als die letzte Heimpleite gegen Augsburg. Marc Stendera ist zwar nicht der Schnellste, hat aber gute Qualitäten als Ballereroberer und Passgeber. An seiner Seite steigerte sich auf der Doppelsechs auch de Guzman. Just als die Eintracht gegen Ende der ersten Hälfte wieder zunehmend ratlos wirkte, waren beide an der Führung entscheidend beteiligt. De Guzman jagte dem Stuttgarter Beck den Ball ab und ein schneller Konter führte über Haller und Stendera zum 1:0 durch Rebic.

Den letzten Ball von Stendera hatte Badstuber aus VfB-Sicht unglücklich in Rebics Lauf gelenkt, der eiskalt verwandelte. Seine Rückkehr hat sich jetzt schon gelohnt. Auch wenn er bisweilen die falsche Entscheidung trifft, tut der Kroate der Eintracht mit seinem Tempo und Einsatz gut. Und vor dem Tor scheint er auch an Effizienz gewonnen zu haben. Es war immerhin schon sein zweiter Saisontreffer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte die Eintracht den Vorsprung nur noch verwalten und überließ dem VfB komplett die Initiative. Das wäre fast entscheidend ins Auge gegangen. Kaum auf dem Platz durfte VfB-Stürmer Terodde ungehindert einköpfen, sein erstes Saisontor.

Da bei der Eintracht de Guzman verletzt und Stendera erschöpft rausmussten, schien das konstruktive Mittelfeldspiel nach Einwechselung von Russ und Medojevic komplett verwaist und die Mannschaft auch mit zu vielen langsamen Spielern besetzt. Doch dann brachte die Einwechslung des bärenstarken und flinken Williams, der das Spiel neu belebte, die Wende zugunsten einer zumindest kämpferisch absolut überzeugenden Frankfurter Mannschaft.

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